Schattenwurf

Die klassischen Regeln des Fotografierens von Kunstwerken lassen wir hier ausser acht. Sind schon meine Assoziationen mit den Königen, so wie sie mir jetzt und hier erscheinen, nicht die der anderen Besucher, braucht es auch die Arbeitsweise nicht zu sein. Einige mit Stativ und Kamera bewaffnete Besucher sah ich über die Laufzeit der Ausstellung in die Kirche St. Engelbert marschieren, möglicherweise für Bilder fürs Privatarchiv. Zumindest wurde mir bislang keine Veröffentlichung bekannt.

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H.Schiele: Die "Könige" von Götz Sambale, St. Engelbert, Bergisch Gladbach

 

 

 

 

In dieser Kirche ist es dunkel. Es ist in jeder Kirche dunkel. Aber wie überall fällt hier das Licht durch verschiedene Fenster herein und auch einige Scheinwerfer wurde angebracht. Bewusst werden einige der kleinen Skulpturen mit ihren Sockeln so platziert (bzw. die Lampen), dass der Schattenwurf mit ins Gesamtbild integriert wird. Nun habe ich als Fotograf aber meinen eigenen "Schattenwurf" stets dabei, so dass ich die Gesamtkomposition nicht nur interpretieren, sondern auch erweitern "könnte". Da das aber, natürlich, nicht meine Aufgabe ist, bleibt es mir trotzdem als Experiment gestattet.

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H.Schiele: Die "Könige" von Götz Sambale, St. Engelbert, Bergisch Gladbach

Schattenwurf im Ausstellungskonzept

 

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H.Schiele: Die "Könige" von Götz Sambale, St. Engelbert, Bergisch Gladbach

Blitz, neuer Schatten

 

 

Und da die Kamera anders sehen kann, als der Besucher mit seinem Auge, alleine schon, was die Perspektive betrifft, eröffnen sich hier neue Blickwinkel. Und diese müssen wahrgenommen werden, denn ansonsten bleibt das Abknipsen einer solchen Ausstellung das, was kein Hobbyfotograf wahrhaben will: überflüssig.

 

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H.Schiele: Die "Könige" von Götz Sambale, St. Engelbert, Bergisch Gladbach

Schatten an der Wand links einfach ausgeblendet