Taxi

Am Rande des Bergisch Gladbacher S- und Busbahnhof existiert auch der Taxistand. Allerdings nutzt nur ein Bruchteil der Fahrgäste von Bus und Bahn zur Weiterfahrt das Taxi. Nicht zu reden von den Fahrern eines eigenen PKWs, die die Stadt bevölkern. Schade – denn praktisch wär es allemal. Heute lasse mich aber zum Taxifahren überreden - und hänge noch ein paar Tage dran.

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H.Schiele: Junge Frau mit Telefon läuft vor einem Bus über den S-Bahnhof Bergisch Gladbach. Im Hintergrund die RheinBerg-Galerie, Bergisch Gladbach

 

 

 

 

Am Halteplatz S-Bahnhof steht die größte Anzahl an Fahrern bereit. Interessant - der S-Bahnhof pulsiert, die Busse fahren und kommen pausenlos aus allen Richtungen. Ein Gefühl von Stadtleben kommt hier auf. Rein, raus – hin, her. Die Busse fahren aus zwei „Slots“ jeweils in zwei Richtungen auf die Stationsstraße, und dann zum Ziel. Mein Taxi nicht. Zwar blicke ich nach dem Einsteigen genauso auf die Stationsstraße – aber auch auf die Pfähle, die den Weg dorthin verbauen.

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H.Schiele, Bergisch Gladbach, Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße, Taxi

Dann wendet das Taxi und macht sich auf den Weg ins Hinterland des S-Bahnhofs, erreicht die Paffratherstraße und findet von dort den Weg zurück zur Stationsstraße, von wo wir zu Beginn einen Steinwurf entfernt waren. Ein Gefühl von „schnell, schnell, flexibel“, von einem Handheben und losrasen, wie man es aus Filmen kennt, aus London, aus New York, kommt jedenfalls nicht auf. Na ja… Verfolgt man in der letzten Zeit die Lokalpresse, weiss man, die Stadtplanung ist sowieso Dauerthema. „Für uns ist das auch peinlich, schließlich bezahlen die Leute. Und fahren dann als erstes einen Umweg.“ meint der Fahrer. Ich möchte gern wissen, was man als Taxifahrer noch erzählen kann. Wir verabreden uns also für den nächsten Tag.