Fahren

Dieser nächste Tag beginnt am Halteplatz „Rathaus“. Passieren tut hier vorerst nichts. Denn an einem normalen Wochentag passiert nun mal nicht viel. Es sei denn...

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H.Schiele, Bergisch Gladbach, Paffrather Straße, Taxi

 

 

 

 

...man hat bereits einen festen Termin mit Frau Sowieso. „Frau Sowieso fahre ich regelmäßig, immer vormittags. Sicherlich fährt sie zum Friseur.“ Wir verlassen die Warteschlange. Hat sowieso keinen Sinn. Lieber noch in Ruhe zur Tankstelle. Der Weg führt vom Taxistand über die Laurentiusstraße und dann weiter geradeaus, stadtauswärts Richtung Hauptstraße. Kenne ich, fahre ich ja sonst auch mit dem Auto. Mein Fahrer heisst Demirhan, fährt seit vielen Jahren hier, und weiss Bescheid.

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H.Schiele: Hikmet Demirhan, Bergisch Gladbach, Hauptstraße, Tankstelle

60 Euro wechseln den Besitzer. Fahren wir die heute wieder ein?

 

Die Fahrt ist für den Fahrer und das Unternehmen eigentlich uninteressant: kostenlos zu Frau Sowieso, dann einen Kilometer weiter – fertig. Ein paar Euro eingenommen. Da wir gerade vorher für sechzig Euro nachgetankt haben, ist der Kontrast auch für einen Laien gut erkennbar. Diese Fahrten müssten den ganzen Vormittag pausenlos laufen, dann würde es Sinn machen. Immerhin, Frau Sowie ist „Privatkundin“, das heisst, sie bekommt das Geld, dass sie für die Taxifahrt aufwendet von niemandem zurück. Die Bedeutung ist mir hier noch nicht ganz klar.

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H.Schiele, Hikmet Demirhan, Bergisch Gladbach, Hauptstraße, Taxi

Frau Sowieso zahlt selbst.